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Zeitschrift für Politikwissenschaft, HR 5.42; NR 2.22, 4.42, 4.43, 2.342

Philosoph. Diss. FU Berlin; Gutachter: P. Bieri, S. Gosepath. – Die These vom Zusammenhang von Gerechtigkeit und Gemeinschaft ist so alt wie die Antike, der Ausgangspunkt so alt wie der Mensch: der Konflikt. Der Autor lässt die integrative Kraft, die seiner Meinung nach den Zusammenhalt von Gemeinschaften stärkt, aus dem Anspruch auf Rechtfertigung erwachsen und geht noch weiter: ohne Gerechtigkeit und Rechtfertigung bleibe die soziale Bindung instabil. Er argumentiert für eine prozedurale Gerechtigkeitsauffassung, die keine universellen Werte oder konsensualen Lösungen funktional voraussetze. Die Frage nach dem Grund des Anspruchs auf Rechtfertigung führt dann zum Zusammenhang von Gerechtigkeit, Anerkennung und moralischen Rechten, aber auch zur Entwicklung der Persönlichkeit jedes Einzelnen. Die Entwicklung der Gerechtigkeit insgesamt wird auf Fortschritte geprüft und an drei Beispielen diskutiert: die Internationalen Strafgerichtshöfe, Grundversorgung durch den Sozialstaat sowie Patentrechte und die globale AIDS-Epidemie. Der Begriff der Gemeinschaft und sozialen Bindung ist damit ungewöhnlich weit gefasst. Bei all diesen Überlegungen muss Sorgfalt walten, sich nicht auf eine Funktion zu kaprizieren (man denke nur an die Funktion der Abschreckung von Strafe), weil ansonsten allzu leicht Zusammenhänge in ein Ungleichgewicht geraten. / GK



Erschienen online: 16.07.09


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Über den Autor/in

Martin Kaluza

geb. 1971, Studium der Philosophie, Romanistik (Spanisch) und Betriebswirtschaft an der...
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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung

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Rezension

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Rezension

Zeitschrift für Politikwissenschaft, HR 5.42; NR 2.22, 4.42, 4.43, 2.342

Philosoph. Diss. FU Berlin; Gutachter: P. Bieri, S....

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