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Programm  |  Literaturwissenschaft
Márta Horváth (Hrsg.)Katja Mellmann (Hrsg.)

Die biologisch-kognitiven Grundlagen narrativer Motivierung

Reihe: Poetogenesis - Studien zur empirischen Anthropologie der Literatur
Band 10
 2016, 227 S., kart.
 ISBN: 978-3-89785-463-5
 EUR 32,00

Das narratologische Konzept der Motivierung beschreibt die Struktur eines Erzähltextes im Hinblick auf die logische Beziehung der dargestellten Ereignisse. Das Geschehen gilt als »motiviert«, wenn die Ereignisse nicht nur chronologisch nacheinander, sondern bestimmten Sinnzusammenhängen gemäß auseinander folgen, d.h. sich zu einer Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende zusammenfügen. Im Text selbst sind solche Sinnzusammenhänge meist nicht vollständig expliziert, sie ergeben sich vielmehr aus der Verstehensaktivität des Lesers.

Die Beiträge des Bandes fragen nach einheitlichen kognitiven Regeln, die der Kohärenzherstellung durch den Leser zugrunde liegen und folglich auch den Aufbau narrativer Texte anleiten. Beispiele dafür sind biologisch verankerte Erwartungen wie die von Intentionalität (einer Figur bzw. des Autors), von Kausalität oder von Übereinstimmung mit basalen kognitiven Image-Schemata und Verlaufsgestalten.

 
weitere Titel aus der Reihe Poetogenesis - Studien zur empirischen Anthropologie der Literatur

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Die Herausgeber/innen

Márta Horváth

geb. 1969, Studium der Germanistik und ungarischen Sprache und Literatur in Szeged, Promotion...
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Katja Mellmann

geb. 1974, 1994-2000 Studium der Germanistik und Romanistik an der LMU München, dort 2005...
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